DigiFlex

DigiFlex - Digitales Flexibilisierungsprogramm für eine individualisierte Studieneingangsphase

Zielgruppe

Die zunehmende Heterogenität von Studienanfänger:innen stellt Hochschulen vor hohe Herausforderungen. Durch die Ausdifferenzierung von Hochschulzugangswegen hat die Spreizung der Eingangsvoraussetzungen in grundlegenden Kompetenzfeldern wie Mathematik, Sprache sowie Schlüsselkompetenzen und Digital Skills in kritischem Maße zugenommen. Gerade in der sensiblen Phase des Übergangs von Schule/Ausbildung zur Hochschule benötigen viele Studienanfänger:innen bedarfsgerechte Unterstützung, um eine fachliche und methodische Studierfähigkeit zu erlangen und so die Voraussetzung für ein erfolgreiches Studium zu schaffen.

Innovationsidee

Mit einem hochschulweiten, zentral verankerten Angebot digitaler Flexmodule werden die erwähnten Engpasskompetenzen adressiert. Dabei sind die Module transdisziplinär für alle Fachbereiche der Westfälischen Hochschule angelegt und können additiv und begleitend zum originären Studium der Zielgruppe in Anspruch genommen werden. Digitale Lehr- und Lernformen berücksichtigen dabei die individuelle zeitliche Verfügbarkeit der Studierenden. Zudem besteht auch die Möglichkeit einer zeitlich gestreckten Studiengangsvariante, die die zusätzlichen DigiFlex-Module regulär in das Curriculum des Fachstudiengangs integriert. Dafür können sechssemestrige Bachelor-Studiengänge (180 CP) auf sieben Semester gestreckt werden, womit die Studieneingangsphase auf drei Semester erweitert wird. Dieser BAföG-fähige Ansatz wird an der Westfälischen Hochschule bereits seit dem Wintersemester 2020/21 in drei Studiengängen in einer reinen Präsenzvariante pilotiert.

DigiFlex – Das Produkt

Flankierend zu den ersten drei Semestern werden innerhalb der 7-semestrigen Studiengangsvariante oder auch additiv zur 6-semestrigen Variante DigiFlex-Module platziert und damit die Fachmodule eines grundständigen Studiengangs ergänzt. Anhand dieser zusätzlichen Angebote können die Studierenden im Sinne eines Cafeteria-Ansatzes individuell ihre Wissenslücken schließen und studienerfolgsförderliche Kompetenzen, darunter auch verstärkt digitale Fähigkeiten, aufbauen. Das DigiFlex-Angebot wird ergänzt durch eine Lernbegleitung, die den Studierenden während des Semesters in Form persönlicher Ansprechpartner:innen innerhalb der DigiFlex-Module zur Verfügung steht. Sie unterstützt unter anderem bei der Studienorganisation und fördert die soziale Einbettung der Studierenden an der Hochschule, was die Wahrscheinlichkeit von Studienabbrüchen senkt. Die DigiFlex-Module ergänzen die Wirksamkeit der Präsenzlehre durch das Blended-Learning-Format und ermöglichen den Studierenden eine weitestgehend zeit- und ortsungebundene Teilnahme, die nicht mit dem Fachstudium in Konflikt steht.

Ziele

Die durch DigiFlex erworbenen Kompetenzen dienen der Verbesserung der Studierfähigkeit, der sozialen Integration und schlussendlich der Steigerung des Studienerfolgs der Studierenden. Für die Hochschule kann das zu kürzeren Studienzeiten und einer höheren Absolventenquote beitragen, für die Lehrenden zu einer homogeneren Studierendenschaft, was die Eingangskompetenzen angeht.

Evaluation

Das ifi übernimmt die begleitende Evaluation der DigiFlex-Module, indem nach jedem Durchlauf der Angebote der Studienerfolg von Teilnehmenden und Nicht-Teilnehmenden verglichen wird. Neben dieser datenbasierten Analyse wird auch die studentische Perspektive in den Blick genommen, indem die zur Evaluation gehörenden Interviews neben Professor:innen auch mit Tutor:innen geführtwerden. Auf diese Weise können Arrondierungsbedarfe innerhalb der DigiFlex-Angebote ermittelt werden, um diese für kommende Durchläufe weiterzuentwickeln bzw. zu finalisieren. Schließlich werden die Projektergebnisse über Veröffentlichungen und Vorträge in die Fachwelt und darüber hinaus transferiert.

Gefördert durch die Stiftung Innovation in der Hochschullehre

Förderung im Rahmen der Förderbekanntmachung 2020 ‚Hochschullehre durch Digitalisierung stärken‘ (FBM2020)

Projektlaufzeit: August 2021 – Juli 2024

Leitung: Prof. Dr. Tatjana Oberdörster, Prof. Dr. Ulrike Griefahn (Westfälische Hochschule)

Ansprechpartnerin:
Stefanie Frieß
Tel.: 0234/915923-0
E-Mail: stefanie.friess(at)ifi-ge.de

 

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